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Törnablauf


Törnablauf

Mitsegeln unterliegt eigenen Bedingungen! Wir sind abhängig von Wind und Wetter und es kann immer sein, dass wir von der geplanten Route abweichen oder einen Tag im Hafen bleiben (müssen). Unsere Segelyachten sind Sportgeräte, die hohe Belastungen aushalten müssen. Salzwasser und salzige Luft sind aggressiv, Wind und Wellengang beanspruchen das Material ebenfalls sehr. Hinzu verursachen Fehler oder Unachtsamkeiten der Crew Schäden, die nicht immer sofort beseitigt werden können. Dies gilt umso mehr in Gebieten, wo die Ersatzteilversorgung schwierig ist und die Reparaturmöglichkeiten eingeschränkt sind. Wir müssen uns darauf einstellen, auch einmal mit Provisorien zu leben. Auch dies macht manchmal den Reiz des Segelns aus. Wir sitzen "gemeinsam in einem Boot" und tragen gemeinsam zum Gelingen der Reise bei, auch wenn es einmal anders, als geplant zugeht. Der tatsächliche Verlauf wird vor Ort durch den Skipper festgelegt.
Die ersten Tage der Reise sind natürlich stärker durch Erklärungen geprägt. Ziel ist es allerdings, dass ihr im Laufe des Törns immer mehr in die Lage versetzt werdet, das Schiff auch allein zu führen. Hier wird natürlich kein Mensch gezwungen. Wer nicht möchte, kann sich auch mit anderen Dingen beschäftigen. Auf Wunsch gibt es am Ende des Törns eine Seemeilenbestätigung.

Leben an Bord

Räumliche Enge, keine Privatsphäre? Sehr schnell werdet ihr erfahren, dass es auf dem Schiff viele Möglichkeiten des Rückzuges gibt. Eine große Nähe zu den anderen MitseglerInnen ist natürlich gegeben. Sie wird jedoch eher als angenehm empfunden, was durch häufige spätere Crewtreffen bestätigt wird. Viele intensive Freundschaften haben inzwischen "arkadische" Wurzeln.
Jeder trägt maßgeblich zum Gelingen der Reise bei und sollte eine gewisse Toleranz und genügend Teamgeist mitbringen. Geraucht wird nur an Deck! Meistens werden wir tagsüber segeln und am Abend im Hafen sein, aber sicher liegen wir auch mal vor Anker oder bei einzelnen Törns segeln wir auch mal eine Nacht durch. Schlafen werden wir auf dem Schiff in Doppelkabinen. Dabei wird "fremder Mann" von uns nicht mit "fremder Frau" in eine Kabine gebucht. Der Salon bleibt frei, kann aber als Ausweichquartier genutzt werden. Der Skipper hat eine eigene Kabine.
An Bord werden wir die anfallenden Tätigkeiten wie z. B. Ruder gehen, Segel setzen, die Backschaft sowie beim An- und Ablegen helfen, gemeinsam erledigen. Es wird erwartet, dass jeder mit Hand anlegt. TeilnehmerInnen mit einem Segelschein werden als Co-SkipperIn eingesetzt und Noch-Nicht-Segler-Innen werden mit den nötigen Handgriffen schnell vertraut gemacht.

Wer segelt mit uns?

Das Durchschnittsalter der TeilnehmerInnen liegt in der Mehrzahl zwischen 25 und 40 Jahren, wobei es natürlich auch einige Stammgäste gibt, die gemeinsam mit unserer Firma gealtert (besser: gereift) sind. Meist segeln Singles oder Paare mit uns. Kinder nehmen wir nicht mit, da wir meinen, dass die Interessenlage von Familien und unserer üblichen MitseglerInnen nicht zueinander passen. Für Familien haben wir Angebote im Programm, die speziell für diese Gruppe vorgesehen sind.

Anforderungen

Du solltest gesund sein und mindestens 15 Minuten im freien Wasser schwimmen können. Segelkenntnisse oder Scheine sind nicht erforderlich. Die meisten Törns sind für AnfängerInnen absolut geeignet. Für die Atlantik-Törns sollte allerdings ein wenig Erfahrung vorhanden sein.

"Und wie ist es mit Seekrankheit?"

Die ungewohnten Schiffsbewegungen verursachen manchmal ein wenig Übelkeit. Den ersten Tag der Reise nutzen wir daher auch zur Schiffsgewöhnung. Hier wird dann zunächst eine kürzere oder softerer Strecke gesegelt. Nachdem ihr erfahren habt, welch ein sicheres Fahrzeug das Segelschiff ist, sind die Gedanken an Seekrankheit meist schon vergessen. Spätestens nach dem zweiten Segeltag hat sich in der Regel auch das letzte Gleichgewichtsorgan auf die neuen Bewegungen eingestellt.



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